Kreisgartentag 2004

Der Kreisgartentag 2004 fand am 4. Juli in Tiefengrün statt.

Umrahmt wurde die Eröffnung vom Landfrauenchor, dem Posaunenchor Berg und der
Volkstanzgruppe der Landjugend Zedtwitz.
Um 9.30 Uhr fand ein Zeltgottesdienst statt.

„Phantasien rund um den Garten“

Das war auch im Jahr 2004 das Motto des Kreisgartentages. Veranstalter waren der Kreisverband für Gartenbau und Landespflege und der Obst und Gartenbauverein Tiefengrün-Gottsmannsgrün. Mit sehr viel Liebe zum Garten hatten die Veranstalter ein buntes und informatives Programm zusammengestellt.

Beschreibung der Ortschaft Tiefengrün:

Tiefengrün ist ein Quellmuldendorf in der Gemeinde Berg mit 185 Einwohnern. Die Tätigkeiten des Obst- und Gartenbauvereins Tiefengrün/Gottsmannsgrün erstrecken sich auf die Ortsteile Tiefengrün, Untertiefengrün und Gottsmannsgrün. Mit 26 Junggärtnern in der Jugendgruppe "Die Buddelbande" gehören dem Verein insgesamt 120 Mitglieder an. Im Jahr 1991 wurde die Dorferneuerung für Tiefengrün und Untertiefengrün angeordnet, die sich seit 1997 in der Bauphase befindet. 1999 wurde dem Obst- und Gartenbauverein in Bamberg der Preis für Dorfökologie überreicht. Im Wettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden" erlangte im Jahr 2002 der Ortsteil Tiefengrün den dritten Platz in der Landkreiswertung.

Der neolithische Lehmbackofen  wurde im Hinblick auf den Kreisgartentag am 4.Juli 2004  vom OGV Tiefengrün-Gottsmannsgrün und mit ihrer Jugendgruppe "Die Buddelbande" mit viel Freude und Engagement gebaut. In unzähligen freiwilligen Stunden wurde das Gerüst errichtet, der Lehm mit bloßen Füßen gestampft und letztendlich "modelliert". Er bekam auch ein Dach und einen Schlot. Der Lehmbackofen passt sich auch vorzüglich in die Dorflandschaft am Teich ein.

Der Lehmbackofen wird auf Temperatur gebracht.
Der erste Bauherrnversuch
Stolze Bäckerinnen mit einem frischen selbstgebackenen Brot mit der Kreisvorsitzenden
TIEFENGRÜN – So etwas hat Tiefengrün noch nicht erlebt: Nach vorsichtigen Schätzungen gingen am Sonntag mindestens 8000 Besucher in dem kleinen Ort bei Berg ein und aus, um den Kreisgartentag zu erleben. Rekordverdächtig auch die Vielfalt der Darbietungen, die sich nahezu auf das ganze Dorf verteilten. Die Veranstalter sind sich einig: Dieser Kreisgartentag war einmalig und vielleicht der schönste aller bisherigen Gartentage. „Eine Spitzengeschichte“, meinte auch Klaus Adelt, der als Stellvertreter des Landrats und Schirmherrn Bernd Hering gekommen war.

„Volles Haus“ meldete schon Pfarrer Gerald Zimmermann beim Zeltgottesdienst am Sonntagmorgen. Der Platz im Zelt reichte nicht aus, so dass viele Besucher des kurzerhand von der Kirche nach Tiefengrün verlegten Gottesdienstes die frische Luft genießen durften. Zur gleichen Zeit „wuselte“ es überall im Dorf, die letzten Handgriffe wurden von den vielen fleißigen Helfern verrichtet. Der „große Ansturm“ konnte beginnen. Der Vorsitzenden des Obst- und Gartenbauvereins (OGV) Tiefengrün-Gottsmannsgrün, Frieda Burger, war die Erleichterung anzumerken, als pünktlich zur Eröffnung die Sonne hervorspitzte. Der Posaunenchor Berg und der Landfrauenchor hatten sich bereits in Position gebracht. Dann ging es los. „Gartenkultur ist nicht nur Arbeit, sondern auch Rückzugsgebiet, Erholung und ein bedeutender Wirtschaftsfaktor“, so Kreisvorsitzende Doris Feustel in ihrer Begrüßung. Sie freute sich besonders, dass die Tiefengrüner mit soviel Freude und Engagement bei der Sache sind. „Die Gartenbauvereine fördern die Gemeinschaft.“ Vor allem die Dorfjugend habe sich toll eingebracht. So stammten die 40 selbst gemalten und gebastelten Bilder im Festzelt aus der Hand der Kinder und Jugendlichen. Voll des Lobes waren auch Bezirksvorsitzender Edgar Sitzmann und der Berger Bürgermeister Peter Rödel: Tiefengrün präsentiere sich von seiner schönsten Seite. Mit einem fröhlichen „Halli-hallo, der Gartenbautag is do“ begrüßten anschließend die Jungen und Mädchen von der OGV-Jugendgruppe „Buddelbande“ die Gäste. Mittlerweile strömten die Besucher aus allen Richtungen in das fein herausgeputzte Dorf. Im Nu waren die am Ortseingang ausgewiesenen Parkplätze voll. Viele nutzten das reichhaltige Essensangebot des Gartentages schon am Mittag. Fast ununterbrochen waren die Verkaufsstände umlagert. Für jeden Geschmack war bestens gesorgt: Als Vorspeise eine feine Tomatensuppe, dann eine Portion Sau vom Grill und zum Dessert „Baggerla“ mit Apfelmus, um nur einen Auszug aus der „Speisekarte“ zu nennen. Apropos Sau vom Grill: Wie ein Lauffeuer verbreitete sich die kuriose Meldung von dem Schwein, das sich durch einen beherzten Sprung aus dem Transporter vor dem jähen Ende am Spieß retten wollte. Allerdings fanden die Veranstalter schnell Ersatz, so dass am Sonntag niemand hungrig nach Hause gehen musste. Als Renner erwies sich erwartungsgemäß das knusprige Brot aus dem Lehmbackofen. Natürlich hatten die Tiefengrüner ein wenig vorgesorgt und schon am Tag zuvor tüchtig gebacken. Am Backofen selbst schauten die Gartentagbesucher Dachdeckermeister Fritz Kohlmaier beim fachmännischen Schieferdecken über die Schulter. Sogar Nachahmer hat der Ofenbau gefunden: Frieda Burger gab geduldig Auskunft zu Bauplan, Material und Vorgehensweise. Viele Fragen mussten auch die Fachaussteller beantworten, die sich über das ganze Dorf verteilt hatten. Die Gartenliebhaber kamen dabei besonders auf ihre Kosten. Großer Andrang herrschte in den drei privaten Gärten, deren Türen für die Besucher offen standen. Überall wurde gefachsimpelt und fotografiert. Schöne Preise konnten die Gewinner der Kreisgartenrallye mit nach Hause nehmen. Eine tolle Idee hatten die Zimmerer von der Berufsschule Naila: Sie versteigerten zum Abschluss des gelungenen Tages ihren selbst gezimmerten Holzbrunnen im Materialwert von 350 Euro zu Gunsten der „Buddelbande“. Der Kreisgartentag 2005 findet übrigens in Leupoldsgrün statt. C.R.
Eine Bildernachlese:
.

 

Archiv